Bad Karlshafen
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| Bad Karlshafen
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| Bad Karlshafen - Rathaus
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Kassel |
| Höhe: | 151 |
| Fläche: | 14,85 qkm |
| Einwohner: | ca. 4.200 |
| Postleitzahl: | 34385 |
| Vorwahl: | 05672 |
| Kfz-Kennzeichen: | KS |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hafenplatz 8 34385 Bad Karlshafen |
| Website: | www.bad-karlshafen.de |
| Bürgermeister: | Ullrich Otto |
Bad Karlshafen an der Weser ist mit etwa 4.000 Einwohnern die nördlichste Stadt in Hessen, dazu gehört der Ortsteil Helmarshausen.
Während Karlshafen im Jahre 1699 gegründet wurde, wird die über 1000-jährige Klosterburgstadt Helmarshausen bereits im Jahre 944 urkundlich erwähnt.
Aktuelle Ansichten vom Rathaus in Karlshafen gibt es über eine Webcam:
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Die Kurstadt im Landkreis Kassel liegt in Mittelgebirgs-Höhenlage an der Deutschen Märchenstraße im Länderdreieck Hessen - Nordrhein-Westfalen - Niedersachsen.
Rund um Bad Karlshafen liegen der Solling im Norden, Bodenfelde (Südniedersachsen) im Nordwesten, der Reinhardswald im Südosten, die Stadt Trendelburg (Landkreis Kassel) im Süden sowie die Stadt Beverungen (Kreis Höxter) im Westen.
Geschichte
Stadtgründung durch Landgraf Karl
Die Stadt an der Weser wurde von Landgraf Karl von Hessen-Kassel gegründet zur Ansiedlung von Hugenotten, protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Frankreich.
Bereits im Jahre 1699 erfolgte die einzige Stadtgründung für Hugenotten in Hessen, in Sieburg, dem späteren Carlshafen. Der Name Sieburg wurde offenbar nach einer alten Fliehburg gewählt. Die Hochfläche liegt im Osten oberhalb der Stadt auf etwa 270 m Höhe. Vermutlich lag hier eine alte Fliehburg und frühmittelalterliche Wallanlage.
Nach dem Willen des Landgrafen Carl sollte eine neue Fabrik- und Handelsstadt entstehen, wobei der Capitän Friedrich Conradi, Ingenieur und Baumeister des Landgrafen, von 1699 bis 1750 als Bauleiter verantwortlich war. Die Planung des im Jahre 1717 in "Carlshaven" umbenannten Orts erfolgte durch den Hofbaumeister Paul du Ry.
An breiten Strassen entstanden zumeist zweigeschossige, weiße Häuser mit barocken Giebeln.
Blickt man vom Hugenottenturm - auf den 205 m hohen Hessischen Klippen - auf die Stadt, erkennt man bis heute den denkmalgeschützten Ortskern mit den rund um den alten Hafen gebauten Häusern.
In strenger Geometrie wurden etwa 120 Häuser in Carrées geordnet.
Schon bald kamen aber auch besonders ausgebildete Gebäude hinzu, wie das „Hotel des Invalides“, das Invalidenhaus für verletzte und ausgeschiedene hessische Soldaten, das in den Jahren 1704 bis 1710 entstand und in dessen Kapelle die ersten Gottesdienste für die angesiedelten französischen Glaubensflüchtlinge stattfanden.
Hinzu kamen die landgräfliche Mühle (1710) oder das Pack- und Lagerhaus am Hafen (1715 - 1719) mit seinem beachtlichen Laubengang, das ebenfalls von Conradi entworfen wurde und gelegentlich zum Aufenthalt des Landesherrn diente. Heute wird es als Rathaus der Stadt genutzt.
Die ersten Bewohner - hugenottische Glaubensflüchtlinge - waren im Frühjahr 1701 in die Stadt gezogen, nachdem sie zunächst vorübergehend im nahen Helmarshausen untergebracht worden waren.
Ab dem Jahre 1708 kamen zunehmend deutsche Familien in die Stadt, so dass hier bis zum Jahr 1745 insgesamt 131 Familien, darunter 37 französisch-stämmige Familien, wohnten.
Neben der Landwirtschaft entstanden Manufakturen, beispielsweise eine Blaufarbenfabrik oder eine Textilmanufaktur, die 1717 bereits 118 Arbeiter beschäftigte und auch Uniformstoffe für hessische Soldaten lieferte. Weiteren Aufschwung nahm die Stadt durch die 1730 von dem hugenottische Apotheker Jacques Galland entdeckten Solequellen.
In der jungen Hafenstadt entstanden durchaus repräsentative Bauten, wie das landgräfliches Gästehaus (heute: Hotel "Zum Schwan") an der Invalidenstraße oder das Gebäude der einstigen Thurn- und Taxis`schen Postverwaltung (Baurmeistersches Haus), ebenso eine Reihe stattlicher Bürgerhäuser an der Weserstraße, bevor die weitere wirtschaftliche Entwicklung nicht zuletzt durch die Napoleonischen Kriege wesentlich beeinträchtigt wurde.
Hafen und Karlskanal
Ursprünglich war die Stadt als Hafenstadt am Ende des von Kassel aus führenden Karlskanal geplant worden, woran das zentral gelegene Hafenbecken und die Hafenschleuse bis heute erinnern.
Der Hafen der Stadt sollte das Tor zur Nordsee sein und mit einem abkürzenden Kanal Kassels Schifffahrt von der Fulda zur Weser erheblich befördern (siehe auch Karlskanal), wenig mehr als ein Gedanke.
Der Hafen diente dann dem späteren Throninhaber Friedrich II. zur Ausschiffung der Landeskinder als Soldaten für die Engländer, die dann in Amerika gegen die aufbegehrenden Kolonialisten im seinerzeitigen Unabhängigkeitskampf für England kämpfen sollten.
- H.-J.Schulz, 01.04.2006 -
Etwa ab 1713 verfolgte Landgraf Carl den Plan, die Stadt an der Weser über den Landgraf-Carl-Kanal mit der Fulda im Süden zu verbinden, offenbar um das Mündener Zollrecht zu umgehen. Mit einem Kanal von Kassel nach Karlshafen hätte man den hessischen Schiffen die Stapelgelder ersparen können, die an das damals zum Herzogtum Braunschweig gehörende Münden (heute: Hann. Münden) zu entrichten waren.
Nachdem zunächst damit begonnen wurde, die Diemel schiffbar zu machen, wurde mit den eigentlichen Kanalbauarbeiten erst 1720 begonnen, wobei auch Soldaten zu den friedlichen Arbeiten herangezogen wurden.
Von Karlshafen führte der Kanal bereits bis zum heutigen Hofgeismarer Stadtteil Hümme. Pfaff beschreibt in seiner "Geschichte der Stadt Hofgeismar" die Aufregung in den Köpfen der dortigen Bewohner, die bisher lediglich durch eine Botenpost mit Kassel im Süden oder Trendelburg im Norden verbunden waren. Und der Landgraf soll im Jahre 1717 stolz festgestellt haben, er sei bis nach Stammen "geschiffet".
Die Pläne des Landgrafen erwiesen sich aber als wenig erfolgreich, so dass nach seinem Tod im Jahre 1730 der weitere Kanalausbau aufgegeben wurde. Ein von zwei Pferden gezogenes kleines Marktschiff, so heißt es, brauchte von Karlshafen bis Trendelburg im Jahre 1727 einen ganzen Tag, weil es immer wieder flottgemacht werden musste. Und in Hümme ist kaum eines dieser Schiffe jemals angekommen.
Eine Güterverbindung von Kassel nach Karlshafen auf dem Lande wurde gut ein Jahrhundert später mit einer Eisenbahnlinie geschaffen, nachdem man zunächst - unter der Herrschaft des Landgrafen Friedrich II. - eine gut ausgebaute Straße für Transporte von Kassel über Karlshafen bis nach Bremen gebaut hatte, wodurch die Stadt einen deutlichen Aufschwung nahm.
Soldatenhandel zugunsten Englands
Friedrich II. ist der "Kasseler Landgraf", der es in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem Soldatenhandel zugunsten Englands zu großem Reichtum brachte.
Er benutzte dabei den Hafen in Karlshafen. Von dort reisten die jungen hessischen Männer weserabwärts nach Bremen und dann weiter über den Atlantik nach Nord-Amerika, um als Soldaten für England gegen die aufständischen Kolonialisten zu kämpfen. Die so "Verkauften" sollen Zigtausende gewesen sein.
- H.-J.Schulz, 03.04.2006 -
Karlshafen im 19. Jahrhundert
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Karlshafen unter französischer Herrschaft zum Königreich Westfalen, das mit König Jérôme, dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, an der Spitze errichtet wurde. Nach dem Frieden von Tilsit im Jahre (1807) entstand aus dem ehemaligen Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und vormals hannoverschen und preußischen Gebietsteilen das Königreich Westphalen mit der Hauptstadt Kassel.
Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westfalen auf. Durch den Wiener Kongress 1814/1815 wurden die alten Regierungsstrukturen weitestgehend wiederhergestellt und Veränderungen aus der Zeit des Königreichs Westphalen abgeschafft, die unter anderem in der Einführung der Gewerbefreiheit und des Code Civil zum Ausdruck gekommen waren.
Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts hatte der hugenottische Apotheker Jacques Galland die Solequellen in Karlshafen entdeckt, die die Stadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Kur- und Badestadt werden ließen.
Ab dem Jahr 1843 wurde auch eine regelmäßige Dampfschiffahrt auf der Weser eingerichtet und es wurden zunehmend Wirtschaftsgüter mit Schiffen befördert.
Unter Kurfürst Wilhelm II. und dessen Sohn Friedrich Wilhelm I. wurde dann ab 1844 im Kurfürstentum Hessen mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms–Nordbahn von Karlshafen über Kassel bis nach Bebra begonnen. Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste kurhessische Eisenbahnstrecke. Der erste eröffnete Abschnitt war die Strecke Grebenstein–Hümme am 30. März 1848. Zeitgleich wurde der Streckenabschnitt Hümme-Karlshafen eröffnet, der auch als Carlsbahn bezeichnet wurde und die einzige Eisenbahnverbindung von Kassel zu einem Weserhafen (in Karlshafen) darstellte. Mit der Eröffnung der Eisenbahnklinie im Jahre 1848 wurde eine durchgehende Verbindung von Kassel nach Karlshafen geschaffen, wobei der Streckenverlauf der Carlsbahn fast genau dem Landgraf-Carl-Kanal folgte.
Nach der preußischen Annexion Kurhessens 1866 wurde die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn in Hessische Nordbahn umbenannt.
Der kurhessische Staat erlosch 1866, nachdem er von Preußen in Folge des Deutschen Krieges annektiert worden war. Zwei Jahre später wurde er mit dem ebenfalls annektierten Herzogtum Nassau und der durch preußische Truppen besetzten Freien Stadt Frankfurt zur preußischen Provinz Hessen-Nassau vereinigt, in der das bisherige Kurhessen den Regierungsbezirk Kassel bildete.
Meta Frank
In dem Buch "Schalom, meine Heimat - Lebenserinnerungen einer nordhessischen Jüdin" hat Meta Frank, geb. Königsthal die lange Geschichte ihrer jüdischen Familie in Bad Karlshafen und die Flucht nach Palästina im Jahre 1934 dargestellt. Die Hofgeismarer Ausgabe der HNA berichtete am 22.8.2007 von einer Lesung aus der Biografie der Karlshafenerin in der Aula der Hofgeismarer Albert Schweitzer – Schule. In der Biografie spielt die dramatische Wandlung der geliebten nordhessischen Heimat in das gefürchtete und todbringende Nazi-Deutschland eine wesentliche Rolle. Glücklichen Jahren in der Karlshafener Familie Königsthal folgten die menschenverachtende Politik in der Zeit des Nationalsozialismus und schließlich die Emigration nach Israel. Bis zu ihrem Tode im Jahre 2004, so heißt es, hat für Meta Frank die Erinnerung an Bad Karlshafen allerdings nicht aufgehört.
Karlshafen nach dem Zweiten Weltkrieg
Eine eigene evangelische Stadtkirche erhielt Karlshafen erst im Jahre 1962, nachdem mehr als zwei Jahrhunderte hinweg die Kapelle im Invalidenhaus als Gotteshaus zur Verfügung stand. Altar, Kanzel und Taufstein sind schlicht gehalten und bestehen aus heimischem Wesersandstein.
Bei der Einweihung der Stephanuskirche mit ihrem fast 30 m hohen freistehenden Turm hielt der damalige Bischof D. Adolf Wüstemann die Festpredigt und nahm mit der von ihm gewählten Bibelstelle "Geh´aus deinem Vaterland in ein Land, das ich dir zeigen will" (1. Mose 12,1) Bezug auf das Schicksal der ersten hugenottischen Bewohner der Stadt.
Die katholische Kirche St. Michael stammt bereits aus dem Jahr 1956. Die katholische Seelsorge in dem protestantisch geprägten Karlshafen begann in nennenswertem Umfang im Jahre 1891 unter Pfarrer Peter Nau. In Karlshafen und den benachbarten Ortschaften wohnten seinerzeit etwa 270 Katholiken. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Katholiken im ehemaligen Kreis Hofgeismar auf mehr als 22.000 Personen an. Heimatvertriebene mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat.
Der erste Zug auf der Eisenbahnstrecke Hümme - Karlshafen fuhr am 3. April 1848. Gut ein Jahrhundert später wurde 1966 die Strecke stillgelegt und der öffentliche Personenverkehr von Bussen übernommen. Der Bahnhof in Karlshafen am linken Ufer (zur Unterscheidung vom Bahnhof am rechten Weserufer) wurde bereits Anfang der 1970-er Jahre abgerissen.
Die kommunale Gebietsreform in Hessen führte im Jahre 1972 zum Zusammenschluss von Karlshafen und Helmarshausen. Nach Fertigstellung der Kuranlagen wurde der Stadt im Jahre 1977 der Titel "Bad" zuerkannt.
Literatur
- Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 56 ff.
- Meta Frank, "Vergiß niemals, daß Du eine Jüdin bist!" - Erinnerungen an Karlshafen, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1988, S. 97 ff.
- Jochen Desel, Hugenottenkirchen in Hessen-Kassel, Hofgeismar 1992
- Michael Dohrs, Ein Leben zwischen zwei Welten: Zum Tode von Meta Frank (1914 - 2004), in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2006, S. 61 ff.
- Horst Wagner, "Karlshafen im zweiten Weltkrieg" Dokumente, Bilder und Berichte von Zeitzeugen.
Hugenottenmuseum, Hugenottenturm und Hugenottenfest
Das im Jahre 1989 in einem ehemaligen Fabrikgebäude der Stadt (ehemalige Tabakfabrik) eröffnete Hugenottenmuseum gibt Einblicke in das Leben der französischen Glaubensflüchtlinge, die ab dem Jahre 1701 in die neugegründete Stadt zogen.
Oberhalb der Stadt auf einem steilen Berghang befindet sich der Hugenottenturm, der im Jahre 1913 im Auftrag des Kaufmanns Johann Joseph Davin aus Bremen errichtet wurde, dessen hugenottische Vorfahren in der Stadt Aufnahme fanden.
Zu einer festen Größe und zum Stadtfest von Karlshafen hat sich inzwischen das Hugenottenfest entwickelt, das an die ersten Siedler der Stadt, aber auch das hugenottische Erbe in Deutschland erinnern soll.
Karlshafener Galerie
Kirchen
- Stephanuskirche
- Evangelische Kirchengemeinde
- Katholische Kirchengemeinde St. Michael, Bad Karlshafen
- Pastoralverbund Hofgeismar-Weser-Diemel
Politik
Bürgermeister
Bürgermeister von Bad Karlshafen ist Ulrich Otto.
Stadtverordnetenversammlung
| Ergebnis der Kommunalwahl vom 26. März 2006 | % | Sitze | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 28,5 | 6 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 42,4 | 10 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Bad Karlshafen-Helmarshausen | 29,4 | 7 |
Parteien
Oberweser-Sandstein
Die Buntsandsteinvorkommen im Gebiet der Oberweser und der unteren Diemel werden aufgrund ihrer Lage im Weserbergland als Wesersandstein bezeichnet. Ihn kennzeichnen im Vergleich zu Vorkommen in anderen Gegenden besondere Eigenschaften.
Unterschieden wird hierbei zwischen Rotem Wesersandstein und Grauem Wesersandstein.
Die Entstehungsgeschichte des Wesersandsteins reicht rund 250 Millionen Jahre in eine Periode des frühen Erdmittelalters (Trias) zurück. Der Sandstein kommt in dem Bereich der Solling-Folge - südlich des Sollings etwa zwischen Bad Karlshafen und Trendelburg - als Mittlerer Buntsandstein mit einer Mächtigkeit von bis zu 300 Metern vor. Die Vorkommen rechts und links der Weser werden als Karlshafen-Schichten bezeichnet und bergen den Roten Wesersandstein, während die Lagen um Trendelburg und im Diemeltal Trendelburg-Schichten mit dem Grauen Wesersandstein genannt werden.
Radwandern
Für Radwanderungen stehen zahlreiche gut ausgeschilderte Radwege zur Verfügung, etwa die Hessischen Radfernwege R 1 und R 4, der Weser-Radweg oder der Diemel-Radweg.
- Der Diemel-Radweg mit Start in Willingen verläuft entlang der Diemel über Usseln, Diemelsee, Marsberg, Diemelstadt, Warburg, Liebenau, Trendelburg bis nach Bad Karlshafen.
- Der Weser-Radweg verläuft aus Richtung Hann. Münden (Start) entlang der Weser über Oberweser (25,0 km), Lippoldsberg (30,0 km), Bodenfelde-Wahmbeck (35,0 km) bis nach Bad Karlshafen (45,0 km). Hier schliesst sich eine mehr als 400 km lange Strecke bis nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven an.
- Der Fulda-Weser-Radweg (255 km): über Bad Karlshafen – Gewissenruh – Gieselwerder – Gottstreu – Weißehütte – Reinhardshagen - Veckerhagen – Vaake – Hann. Münden – weiter über Kassel bis nach Fulda und Gersfeld.
Sehenswürdigkeiten
Der „Karlshafener Museumspfad“ führt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Er beginnt am Hugenottenmuseum und endet am Hugenottenturm.
Auf einer Strecke von etwa 1 ½ Stunden erreicht man unter anderem
- das Hugenottenmuseum - im ehemaligen Gebäude der Baurmeisterschen Tabak-, Zigarren- und Kautabakfabrik aus der Mitte des 19. Jahrhunderts;
- das ehemalige Baurmeistersche Wohnhaus am Hafenplatz 7 - das Gebäude stammt aus dem Jahre 1768 und wurde von 1817 bis 1833 als Posthalterei der Thurn- und Taxisschen Post genutzt;
- das Denkmal zu Ehren des Stadtgründers Landgraf Carl – es wurde 1899 zur 200-Jahr-Feier von Karlshafen vor dem Baurmeisterschen Wohnhaus errichtet;
- die evangelische Stephanuskirche – im Jahre 1962 erbaut;
- das Hotel „Zum Schwan" – ein ehemals zweigeschossiges landgräfliches Gästehaus aus dem Jahr 1780, das 1832 aufgestockt wurde;
- das imposante Freihaus an der Ecke Conradi-/ Carlstraße - das Haus wurde 1723 erbaut, es war Wohnhaus von Georg Spiegel von Pekkelsheim und Anna Sophia von Stockhausen zu Wülmersen, später - ab 1772 - dann im Besitz der neugegründeten „Carlshafener Handlungs-Compagnie";
- das vierflügelige Invalidenhaus (gegenüber dem Freihaus) - es wurde nach den Plänen des Karlshafener Stadtplaner Friedrich Conradi gebaut (der nach seinem Tode im Jahre 1750 in der Kapelle des Hauses auch seine letzte Ruhe fand) und diente als Altersheim für kriegsinvalide Soldaten des hessischen Heeres;
- das ehemalige landgräfliche Zollhaus – ein Haus aus dem Jahre 1768 mit sieben Achsen zur Invalidenstraße und fünf Achsen zum Hafenplatz hin;
- das Rathaus der Stadt mit dem Landgrafensaal im ersten Stock und einer Spiegelstuckdecke nach den Entwürfen des Italieners Andrea Gallasini, das in den Jahren 1715-1718 errichtet wurde - das Gebäude diente verschiedenen Zwecken, z. B. als Pack- und Lagerhaus, es beherbergte aber auch vorübergehend das Amtsgericht und wird seit 1920 von der Stadt- und Kurverwaltung genutzt;
- der Gasthof „Zum Landgraf Carl" – das erste Gebäude, dass 1699/ 1700 an der Weserstraße und am Hafenplatz auf einem trockengelegten Sumpfgelände der Weserniederung erbaut wurde.
siehe dazu:
Vom Hugenottenmuseum zum Hugenottenturm - der Karlshafener Museumspfad
siehe auch
- Carlsbahn
- Carolinum Bad Karlshafen
- Die ehemalige Eisenbahnstrecke Hofgeismar-Hümme – Karlshafen
- Diemel
- Historischer Hafen
- Hugenotten
- Hugenottenfest in Bad Karlshafen
- Karlshafener Museumspfad
- Karlskanal
- St. Michael Bad Karlshafen
- Eco-Pfad Helmarshausen
- Museum Helmarshausen
- Weser
- Tabak- und Zigarrenfabrik Karlshafen
- Portal: Bad Karlshafen
Übernachtungsmöglichkeiten
Hotels/ Gasthäuser
Überblick auf www.bad-karlshafen.de
Jugendherberge Helmarshausen
- Die Jugendherberge Helmarshausen liegt etwa 1000 Meter vom Ortskern des Karlshafener Ortsteils Helmarshausen entfernt.
Vereine
Verkehrsanbindung
Bad Karlshafen liegt als ein Endpunkt an der Bundesstraße B 80 , die in der Stadt in die Bundesstraße B 83 einmündet.
Der Bahnhof in Bad Karlshafen, ehemals mit der Bezeichnung Bad Karlshafen rechtes Ufer liegt an der Sollingbahn.
Wandern
- Die Etappe Nr. 26 des Märchenlandwegs führt von Sababurg nach Bad Karlshafen (Länge: 17 km).
Weblinks
- Bad Karlshafen
- Hugenottenmuseum in Bad Karlshafen
- Hugenottenfest in Bad Karlshafen
- Geschichte von Bad Karlshafen
- Website der evangelischen Kirchengemeinde mit Fotos von Ort und Kirche
- Bad Karlshafen auf der Website der Deutschen Märchenstrasse
- Diemelradweg
- Weser-Radweg
- Video von Hann Münden nach Bad Karlshafen mit dem Schiff
- CDU im Landkreis Kassel
- SPD Landkreis Kassel
- Freie Wählergemeinschaft
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