Bad Sooden-Allendorf

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Bad Sooden-Allendorf
Bad-Sooden-Blick-Söder-Tor 0500.jpg
Blick zum Södertor
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 265
Fläche: 73,53 qkm
Einwohner: 8.326 (31.12.2011)
Postleitzahl: 37242
Vorwahl: 05652
Kfz-Kennzeichen: ESW
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz
37242 Bad Sooden-Allendorf
Website: www.bad-sooden-allendorf.de
Bürgermeister: Frank Hix ( CDU)

Bad Sooden-Allendorf an der Werra ist eine Stadt im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen.

Die mehr als 1200 Jahre alte Kurstadt hat etwa 8.800 Einwohner.

Aktuelle Ansichten gibt es über eine Webcam: hr-Webcam.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Der Kurort liegt im Werratal in der Nähe des Hohen Meißners an der Grenze zu Thüringen.

Stadtteile

Geschichte

Aus der Stadtgeschichte

Durch eine Schenkungsurkunde Karls des Großen wird bestätigt, dass der Ort bereits seit dem 8. Jahrhundert besteht. Der Name Allendorf und die dortige Pfarrkirche werden in einer Urkunde des thüringischen Landgrafen Ludwig IV. erstmals erwähnt.

Unter dem Dreißigjährigen Krieg hat die Stadt stark gelitten. Im April 1637 griffen kroatische Regimenter die Stadt an, die mit den beiden Kirchen und dem Rathaus fast vollständig niedergebrannt wurde. Nur der steinerne Rathof ist - als heute ältestes Gebäude der Stadt - aus dieser Zeit erhalten geblieben. Nach dem Stadtbrand kauften Allendorfer Ratsherren das Haus eines ehemaligen Siedemeisters und auf den niedergebrannten Grundmauern entstand das neue Rathaus. Allendorf und Sooden hatten damals etwa 2000 Einwohner, von denen knapp 1000 Menschen in der Saline (Salzwerk) beschäftigt waren.

In den folgenden Jahrzehnten entstanden freundliche Häuserzeilen mit Fachwerkbauten, die das einheitliche Straßenbild in der Altstadt prägen. Auch das bereits im Jahre 1637 fertig gestellte Bürgersche Haus ("der Löwe") einer alteingesessenen Familie, die es mit der Salzgewinnung zu Wohlstand brachte, ist bis heute erhalten geblieben.

Zahlreiche weitere Informationen zur Ortsgeschichte unter:

Die Salzgewinnung

Über 1000 Jahre hinweg, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Siedehäusern aus Sole - aus einem Vorkommen unter der Stadt - das begehrte Salz gewonnen.

Södertor

In der Pfennigstube aus dem Jahre 1631 (neben dem ehemaligen Salzamt) befand sich einst die Kasse des Salzwerks. Am Eingang finden sich noch die Initialen des Erbauers (Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel). Und im Jahre 1638 wurde ein Gradierwerk vor der Altstadt errichtet.

Erst die Aufhebung des Salzmonopols nach der Annexion Hessens durch Preußen im Jahre 1866 und der damit einher gehende Preisverfall, führten allmählich zur Aufgabe der Salzherstellung.

Parallel dazu entdeckte man jedoch die heilende Wirkung der Sole und begann in der Stadt mit dem Bau eines Badehauses, das am 1. Juni 1881 eingeweiht wurde. Erst vor wenigen Jahren - zum Jahrtausendwechsel - wurde das Gradierwerk des Kurorts komplett neu aufgebaut.

Mit dem Brunnenfest wird alljährlich zu Pfingsten an die Zeit der Salzgewinnung erinnert und mit einem originalgetreuen Pfannengesöde vorgeführt, wie früher Salz gewonnen wurde.

Im Salzmuseum wird die Geschichte der Salzgewinnung präsentiert.

Das Museum betritt man am "Söder Tor", dem Wahrzeichen der Stadt mit der Sonnenuhr aus dem Jahre 1705, das in früheren Jahren der Überwachung der Salztransporte diente.

Die Geschichte des einstmals „weißen Goldes“ wird auch anhand von Dokumenten - etwa der mehr als 2000-seitigen „Salzbibel“ des Johannes Rhenanus, 1568 im Auftrag des Landgrafen erstellt - sowie Arbeitsgeräten dokumentiert. Träger des Museums ist die Stadt Bad Sooden-Allendorf.

Nachdem im Jahre 1866 - nach der Annexion Hessens durch Preußen - das Salzmonopol fiel wurde in Bad Sooden-Allendorf im Jahre 1906 das letzte Salz gesiedet.

Am Brunnen vor dem Tore

Berühmt durch den Dichter Wilhelm Müller und die Vertonung des Gedichts durch Franz Schubert wurde der Allendorfer Zimmersbrunnen als "Brunnen vor dem Tore" (genauer: vor dem Tor der Altstadt).

Kirchen

Blick zur Kirche St. Marien
Kulturzentrum am Kurpark
Kongresszentrum
An der Werra in Allendorf

Museen

Persönlichkeiten

Politik

Wahlkreise

Bundestag

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören

siehe auch

Tradition

Wandern und Radwandern

Historisches Rathaus in Allendorf
Salzmuseum

Radwandern

Fulda-Werra-Radtour

Die Fulda-Werra-Radtour ist einen Rundkurs von ca. 211 km entlang dem Flussverlauf von Fulda und Werra.

Werra-Radweg

Der ca. 377 km lange Werra-Radweg verläuft entlang der Werra in Thüringen, Hessen und Niedersachsen.

Er führt von den beiden Werraquellen in Fehrenbach und Siegmundsburg bis nach Hann. Münden.

"Rad total"

Wandern

Werratalverein 1883 e.V.

Für alle wanderbegeisterten ist der Werratalverein 1883 e.V. genau das Richtige. Auf der Webseite www.werratalverein1883.de stellt er Ihnen den Verein mit seinen 13 Zweigvereinen und das wunderschöne Vereinsgebiet, das Werratal von Lauchröden bis Hann. Münden, vor. Als Drei-Länder-Verein (Hessen, Thüringen, Niedersachsen) befinden sich 135 von 292 Flusskilometern der Werra im Vereinsgebiet. Als Service für unsere Vereinsmitglieder und als Anregung für Besucher können Sie sich über das aktuelle Wander- und Veranstaltungsprogramm informieren. Über die Fotostrecken und Berichte von Wanderungen und Veranstaltungen können Sie sich einen Überblick über den Werratalverein und das schöne Werratal verschaffen. Alle im Vereinsgebiet befindliche Wanderwege sind gelistet und größtenteils beschrieben.

Nach Bad Sooden-Allendorf

Die Wanderung in der "Heimat des Joggeli" erinnert an eine Erzählung des Gefängnispfarrers Wilhelm Speck aus Großalmerode, dessen Held "Joggeli" sich am Dorfsbrunnen verliebt, heiratet, auswandert und letztlich ins Werratal zurückkehrt. Die alte „Joggeli-Linde“ in Orferode wurde inzwischen durch junge Lindenbäume ersetzt.

Grenzwanderung über die Hörne nach Asbach

Zu markanten Aussichtspunkten bei Bad Sooden-Allendorf mit den Naturfreunden Kassel

Vom Bahnhof wenden wir uns nach links, unterqueren die B 27, folgen dem Weg X 5 Werra-Burgensteig nach Allendorf und verlassen Allendorf nach Passieren der Kirche in südöstlicher Richtung. Vor einer Gärtnerei führt der Weg aufwärts zum Schloss Rothestein. Daran vorbei geht es zum Aussichtspunkt Hörne hinauf (523 m). Ein schmaler Pfad führt uns von dort zur Hörnelücke (links vom Weg). Weiter führt der Pfad aufwärts und erreicht den Hohenstein (569 m). Wir wenden uns nach links und kommen zur Schönen Aussicht (520 m).

Wir verlassen nun den X 5 und folgen dem Weg eins im Kreis in Richtung hessisch-thüringische Grenze und zum Kolonnenweg. Hier stoßen wir auf die Markierung Mainzer Rad. Der Kolonnenweg leitet uns nun gemeinsam mit dem Weg X 5 (Werra-Burgensteig, Variante Thüringen) nach Norden. Nach mehreren Kilometern verlassen wir den nach links schwenkenden Kolonnenweg.

Wir wandern abwärts und kommen zu einer Kreuzung mit einem Holzplatz. Wir folgen dem Weg geradeaus weiter. Nach etwa 700 Meter schwenken wir links in einen Wiesenweg, der uns abwärts zur Burgruine Altenstein bringt. Nach dem Abstecher kehren wir auf den Wanderweg zurück, bleiben auf dem weiter abwärts führenden Forstweg bis Asbach. Wir durchwandern den Ort, erreichen am westlichen Ausgang wieder den Kolonnenweg und folgen dem Weg 26 bis zum Sickenberg. Wir schwenken nach links auf den Weg P und gehen nach Allendorf zurück.

Naturfreunde Kassel: Peter Habermann, Tel. 05 61/82 19 18, Fax: 05 61-51 33.

Premiumwanderweg

Weblinks

siehe auch:
Kreiskarte



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