Fuldatal
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| Fuldatal
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| Ev. Kirche in F.-Rothwesten
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Kassel |
| Höhe: | 176 m |
| Fläche: | 33,68 qkm |
| Einwohner: | ca. 12.000 |
| Postleitzahl: | 34233 |
| Vorwahl: | 05607 |
| Kfz-Kennzeichen: | KS |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Rathaus 9 34233 Fuldatal |
| Website: | www.fuldatal.de |
| Bürgermeister: | Annegret Werderich (parteilos) |
Fuldatal (aus Richtung Süden betrachtet "das Tor zum Reinhardswald") ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 12.000 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Lage
Das Gemeindegebiet liegt zwischen 125 m und 301 m Höhe im Nordosten der Stadt Kassel und südlich des Reinhardswalds und erstreckt sich vom Stadtgebiet Kassel bis zur Grenze nach Niedersachsen bei Hann. Münden.
Durch das Gemeindegebiet fliessen die Fulda und die Espe.
Ortsteile
Die Ortsteile von Fuldatal sind Ihringshausen, Knickhagen, Rothwesten, Simmershausen, Wahnhausen und Wilhelmshausen.
Geschichte
Aus der Ortsgeschichte
Fuldatal entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform Anfang der 1970-er Jahre durch den Zusammenschluss früher selbständiger Gemeinden im Fuldatal.
Die Ortsteile von Fuldatal blicken auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück und sind bereits in den Jahren zwischen 1000 - 1200 entstanden. Bereits im Jahre 1074 wurde etwa der heutige Ortsteil Simmershausen als Simareshusun urkundlich erwähnt, 1497 auch eine hier gelegene Burg.
Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Rothwesten findet sich im Jahre 1020. Meinwerk, Bischof zu Paderborn, erhielt seinerzeit die Hofanlage in Hruodewarteshusen mit weiteren Besitzungen des Grafen Dodico als Schenkung zugesprochen. Im gleichen Jahr übereignete Kaiser Heinrich II. einen Großteil des Reinhardswalds an das Erzbistum Paderborn.
Im 12. Jahrhundert standen die Güter in Winterebure und Rotwardissen dann unter der Herrschaft von Heinrich dem Löwen, spätere Landesherren waren die Landgrafen von Thüringen und die Landgrafen von Hessen.
Bergbau in Ihringshausen
Als Werner Henschel, Sohn des Kasseler Stück- und Glockengießers Georg Christian Carl Henschel, am 16. November 1820 ein Gesuch zur Erteilung eines Mut- und Schürfscheines für die Feldmarken Kassel, Wolfsanger und Ihringshausen bei der kurfürstlichen Oberrentkammer einreichte, konnte er wohl kaum ahnen, welche wirtschaftliche Bedeutung dies für die Region einmal haben sollte. Mit der Gründung der Braunkohlenzeche auf dem Möncheberg begann eine mehr als 140-jährige Bergbaugeschichte in Ihringshausen.
Am 3. November 1963 wurde die letzte von rund 15 Millionen Tonnen Braunkohle zu Tage gebracht. Allein 6 Millionen Tonnen konnten während des 143 Jahre währenden Bergbaus im Tagebau gewonnen werden. Mit der Sprengung des ehemaligen Betriebsschornsteins, der als Wahrzeichen von Ihringshausen galt, verschwand auch der letzte sichtbare Rest der Möncheberger Industrieanlage für immer.
Im Fuldataler Heimatmuseum sind noch zahlreiche Fotos und Dokumente aus der Geschichte der Braunkohlen- und Ziegelwerke zu sehen.
Kulturgeschichtlicher Wanderweg
Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Knickhagen - Wilhelmshausen führt den Wanderer unter anderem an zwei Mühlen am Osterbach vorbei nach Wilhelmshausen mit einer bemerkenswerte romanischen Kirche, der Marienbasilika. An der Obermühle in Wilhelmshausen vorbei führt der Weg weiter zu bronzezeitlichen Grabhügeln und über eine mittelalterliche Burganlage zurück nach Knickhagen.
Der Eco-Pfad mit rund 2 Stunden reiner Gehzeit gibt dabei Einblicke in eine 3 000 jährige Kultur- und Regionalgeschichte im Gebiet zwischen Fulda und Reinhardswald. Informationstafeln erleichtern diese Zeitreise und erläutern auch das kulturgeschichtliche Umfeld.
Marienbasilika in Wilhelmshausen
Die Marienbasilika in Wilhelmshausen (Holzhäuser Straße) wurde ursprünglich in den Jahren 1142 - 50 als Klosterkirche (des ehemaligen Klosters Wahlshausen) im romananischen Baustil und urspünglich ohne Kirchturm errichtet. In den Jahren 1517 - 27 erfolgte die Auflösung des Klosters, etwa 100 Jahre später (1630 - 32) wurde die Kirche wieder aufgebaut. Im Jahre 1891 erfolgte der Turmanbau und in den Jahren 2002 - 07 eine grundlegende Renovierung der Kirche.
Sehenswert im Innern der schlicht gehaltenen Kirche ist im südlichen Querschiff ein Tympanon, das das "Agnus Dei" darstellt. Hinter der Kirche schließt sich ein Kirchgarten an.
Mühlen am Osterbachtal
Vier Mühlen prägten beim heutigen Ortsteil Knickhagen einst das Osterbachtal, wobei die Mittel- und Obermühle schon im Jahre 1483 erwähnt wurden. In der Unter- und in der Spiegelmühle wurden im 16. und 17. Jahrhundert Eisen bzw. Glas hergestellt, bevor sie als Mahlmühlen genutzt wurden.
Museum Währungsreform 1948 in Rothwesten
Eine im Jahre 1993 eingerichtete Ausstellung im Gebäude der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne („Haus Posen“) in Rothwesten informiert über die Währungsreform von 1948.
Vorbereitet wurde die Währungsreform in der Nähe von Kassel - in der Fritz-Erler-Kaserne in Fuldatal-Rothwesten. Hier hatten die Alliierten vom 21. April bis zum 8. Juni den geballten deutschen Währungs-Sachverstand zusammengezogen, um in einer streng geheimen Mission die Geldumstellung vorzubereiten. Rothwesten war zwar kein amerikanischer Luftwaffenstützpunkt mehr, galt aber als bestbewachter US-Stützpunkt in Europa.
Persönlichkeiten
Politik
Bürgermeisterin
Bürgermeisterin von Fuldatal ist Annegret Werderich.
Gemeindevertretung
| Ergebnis der Kommunalwahl 26. März 2006 | % | Sitze | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 34,1 | 13 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 41,7 | 15 |
| Grüne | Bündnis 90/Die Grünen | 7,5 | 3 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Fuldatal | 4,9 | 2 |
Parteien
Radwanderweg
Durch Fuldatal verläuft der Fulda-Weser-Radweg mit einer Gesamtlänge von ca. 255 km.
Sehenswürdigkeiten
- Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen
- Heimatmuseum Fuldatal
- Kirche St. Maria im Ortsteil Wilhelmshausen (Marienbasilika)
- Museum Währungsreform 1948 im Ortsteil Rothwesten
- Historische Obermühle und Scheunenmuseum im Ortsteil Wilhelmshausen
siehe auch
- Die Burg bei Knickhagen
- Die Schlacht bei Lutterberg
- Die Spiegelmühle in Knickhagen
- Die Wilhelmshütte in Knickhagen
- Grabhügel der Bronzezeit zwischen Wilhelmshausen und Knickhagen
- Fulda
- Historische Obermühle und Scheunenmuseum in Wilhelmshausen
- Hl. Kreuz Fuldatal
- Marienbasilika Wilhelmshausen
Vereine
Wandertipps
- Kulturgeschichtlicher Wanderweg
- Wandertipp: Vom Bahnhof in Espenau-Mönchehof über Simmershausen bis zum Altmarkt in Kassel
- Wandertipp: Wandern am Rand des Reinhardswaldes
Wassererlebnis-Haus
Interessant ist gerade für jüngere Besucher das "Wassererlebnis-Haus" in Fuldatal - Simmershausen, wo auch Umweltbildungsveranstaltungen für Schulen und Kindergärten stattfinden.
Wirtschaft
- Die Firma Rohloff AG in Fuldatal-Ihringshausen ist ein Betrieb auf dem Gebiet der Fahrradantriebstechnik.
Weblinks
- Homepage von Fuldatal
- Fahrradindustrie Rohloff AG
- Geschichts- und Museumsverein Fuldatal
- Heimatmuseum auf www.gum-fuldatal.de
- CDU im Landkreis Kassel
- FDP Fuldatal
- SPD Fuldatal
- www.wassererlebnishaus-fuldatal.de
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