Marienkrankenhaus in Kassel
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Das Kasseler Marienkrankenhaus am Rothenberg geht zurück auf eine Krankenstation, deren Errichtung der Kommerzienrat Peter Wegmann im Jahre 1882 ermöglichte, der damals in Rothenditmold eine Waggonfabrik gründete.Ab 1911 entstand dann ein Krankenhaus, das ebenfalls von den Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul auf dem Rothenberg betrieben wurde.
Am 22. Januar 1913 wurde in Gegenwart des damaligen Bischofs von Fulda, Dr. Joseph Damian Schmitt, das neuerbaute Marienkrankenhaus feierlich eröffnet.
Heute steht das Krankenhaus der Regelversorgung in der Trägerschaft der St. Vinzenz Krankenhaus gGmbH Fulda.
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Geschichte
100 Jahre Marienkrankenhaus: Die Klinik der Schwestern
Aus HNA vom 22. Januar 2013
Kassel. Die Patientenzimmer waren mit Spitzendecken und bequemen Sofas ausgestattet, die Operationssäle für diese Zeit sehr fortschrittlich: Am 22.Januar 1913 wurde das Marienkrankenhaus auf dem Rothenberg eingeweiht.Die Gründung des Hauses ist dem Eisenbahnwaggon-Fabrikanten Kommerzienrat Peter Wegmann zu verdanken. Nachdem er 1882 in Rothenditmold eine Waggonfabrik gegründet hatte, vertraute er 1902 drei Schwestern aus dem Haus der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Fulda die ambulante Versorgung erkrankter Mitarbeiter und ihrer Familien an. Dazu stellte er den Schwestern eines seiner Häuser auf dem Rothenberg zur Verfügung. Zum Unterhalt der Schwestern, so überliefern es historische Quellen, steuerte der Fabrikant 100 Mark zu.
Da die Schwestern auch Kinder betreuten, wurde es in dem Haus bald zu eng. So stellte Wegmann dem Mutterhaus ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück und 10.000 Goldmark zur Verfügung, um ein Krankenhaus an der Marburger Straße zu bauen.Der Bau ging schnell voran: 1911 erfolgte der erste Spatenstich und schon am 22. Januar 1913 wurden das Krankenhausgebäude sowie die Kapelle eingeweiht.
1943 wurde das Krankenhaus bei Bombenangriffen fast vollständig zerstört. Die Schwestern und Ärzte versorgten die Patienten gemeinsam mit der Belegschaft des Diakonissenkrankenhauses in einem benachbarten Bunker. 1948 war das Marienkrankenhaus wieder neu aufgebaut.
In den folgenden Jahren wuchs das Krankenhaus stetig: Ende der 60er Jahre kamen ein Personalwohnheim sowie eine Krankenpflegeschule dazu. In späteren Jahren wurden ein Bettenhaus sowie ein Operationstrakt angebaut. Bis 2008 dauerte die Sanierung aller Stationen zu modernen Patientenbereichen.[1]
von Martina Heise-Thonicke
Weitere Bilder gibt es hier: HNA.de