Oberweser
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| Oberweser
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| Rathaus im Ortsteil Gieselwerder
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Kassel |
| Höhe: | 121 |
| Fläche: | 41,16 qkm |
| Einwohner: | ca. 3.600 |
| Postleitzahl: | 34399 |
| Vorwahl: | 05572 und 05574 |
| Kfz-Kennzeichen: | KS |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Brückenstr. 1 34399 Oberweser |
| Website: | www.oberweser.de |
| Bürgermeister: | Rüdiger Henne (SPD) |
Der Luftkurort Oberweser ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 3.600 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Die Ortsteile
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zum 1. Februar 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Arenborn, Gewissenruh, Gieselwerder, Gottstreu und Oedelsheim zur neuen Gesamtgemeinde Oberweser zusammen. Am 1. August 1972 kam Heisebeck hinzu.
Nahe der Weser liegt auch die Ortsteil Weißehütte mit Gasthof und Campingplatz.
Geografie
Oberweser liegt mit seinen Ortsteilen zu beiden Seiten der Weser zwischen Hann. Münden (im Süden) und Bad Karlshafen. Im Süden grenzt Oberweser an die Gemeinde Reinhardshagen im Norden an die Gemeinde Wahlsburg.
Geschichte
Die Ortsteile der Gemeinde schauen auf lange Geschichte zurück. Der Ortsteil Gieselwerder wurde bereits im Jahre 1093 bei der Gründung des Klosters Bursfelde erstmals urkundlich erwähnt, Heisebeck im Jahre 1151, Arenborn im Jahre 1288 und Oedelsheim bereits im Jahre 1084.
Begegnet man zu Beginn des 12. Jahrhunderts den Grafen von Werder in alten Urkunden, ändern sich die Besitzverhältnisse im Jahre 1231. Gieselwerder befindet sich im Besitz des Erzbischofs von Mainz.
Lange Fehde schlossen sich an, bevor Gieselwerder im Jahre 1462 unter Landgraf Ludwig II. hessisch wurde.
Die Burg war vorübergehend Amtssitz (bis zur Verlegung nach Sababurg), bevor ihr im 16. Jahrhundert eine neue Rolle als Zolleinnahmestelle zukam.
| siehe auch: |
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Von dem Gieselwerder, der ehemaligen an der Weser gelegenen Wasserburg, sind heute nur noch Reste der ursprünglichen Anlage vorhanden. Auf dem Gelände wurde das heutige Fachwerk-Rathaus errichtet.
Die Ortsteile Gewissenruh und Gottstreu sind Gründungen aus dem Jahre 1722. Die Dörfer wurden von Landgraf Carl von Hessen-Kassel als "Kolonien" für waldenser Glaubensflüchtlinge aus Frankreich angelegt.
Im Zuge der hessischen Gebietsreform entstand im Jahre 1971 die Großgemeinde Oberweser mit einer Gemarkungsfläche von 41,16 qkm und damals etwa 3.800 Einwohnern.
Sehenswürdigkeiten
- Sehenswert sind die Kirchen in den Ortsteilen Gieselwerder, Gewissenruh und Gottstreu. Die klassizistische Christuskirche im Ortsteil Gieselwerder aus dem Jahr 1813 fällt durch besondere Farbgebung und das Farbenspiel der Fenster hinter dem Altar auf.
- Das Waldenser-Museum in der Waldenser Str. 1 im ehemaligen Schulhaus des Ortsteils Gottstreu (gegenüber der Kirche) informiert über den langen Weg der waldenser Glaubensflüchtlinge vom Val Cluson (in den Cottischen Alpen) bis an die Oberweser und die Geschichte der 1722 gegründeten "Franzosendörfer" Gewissenruh und Gottstreu. Zumindest in der Zeit ab dem 1. Mai ist das Museum jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
- Zu dieser Zeit kann auch die Waldenser-Kirche in Gottstreu aus dem frühen 18. Jahrhundert besichtigt werden, die nach französisch-reformierter Tradition als schlichte Predigtkirche gestaltet wurde.
- Am Westrand von Oberweser befindet sich eine Freilichtausstellung, der "Mühlenplatz" in Gieselwerder; im Maßstab 1 : 25 und 1 : 40 werden nachgebildete Wassermühlen, Burgen, Schlösser, Kirchen und Rathäuser gezeigt.
- Im Ortsteil Oedelsheim wird seit 1834 eine Fähre über die Weser betrieben. 1934 wurde hier nach dem Ausbau der neuen Fährstelle eine Gierseilfähre angeschafft und inzwischen eine neue Fähre in Dienst gestellt.
- Das Dorfmuseum im Ortsteil Oedelsheim (Göttinger Str. 8) ist in einem 1656 erbauten diemelsächsisches Fachwerkhaus untergebracht und bietet auf einer Fläche von rund 160 qm, verteilt auf drei Etagen etwa 650 Exponate zur Ortsgeschichte, zu traditionellem Handwerk, zur Textilherstellung und Flößerei im Weserraum oder zur Schifffahrt auf der Weser. Im Sommer 2007 erwarb der Heimat- und Verkehrsverein einen 2000 Quadratmeter großen Platz hinter dem Museum samt Scheune, in der die Sparte Historische Agrartechnik ihren Platz fand.
- Die Heimatstube in Arenborn bietet eine Ausstellung historischer Geräte aus dem landwirtschaftlich geprägten Ort.
Übernachtungsmöglichkeiten
siehe auch
- Bundesstraße B 80
- Christuskirche in Gieselwerder
- Dorfmuseum Oedelsheim
- Waldenserkirche in Gewissenruh
- Waldenserkirche in Gottstreu
- Waldensermuseum in Gottstreu
- Kiffing
- Reinhardswald
- Schifffahrt auf der Oberweser
- Schiffermuseum Gieselwerder
Wandern und Radwandern
Radwandern
Der Weser-Radweg verläuft aus Richtung Hann. Münden (Start) entlang der Weser bis nach Oberweser (25,0 km) und von dort weiter nach Lippoldsberg (30,0 km), Bodenfelde-Wahmbeck (35,0 km) und Bad Karlshafen (45,0 km).
Hier schliesst sich eine mehr als 400 km lange Strecke bis nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven an.
Wandern
Aus Richtung Gottsbüren verläuft ein historischer Pilgerpfad, der Werdersche Weg, über Gieselwerder bis nach Oedelsheim und zurück. Von der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Gottsbüren wurden historische Pilgerwege als Rundwanderwege angelegt und diese "Eco-Pfade" mit Hinweistafeln zu geschichtlichen Ereignissen ausgestattet.
Weserflößer
Im Jahre 2008 veranstalteten das „Büro am Fluss - Lebendige Weser e.V.“ und die „Flößerfreunde Reinhardshagen“ eine Floßfahrt auf der Weser von Reinhardshagen nach Bremen.
Damit wurde an das uralte Gewerbe der Weserflößer erinnert und eine historische Flusslandschaft neu entdeckt.
Etwa 8 Tage brauchte im Jahre 2008 ein Gruppe von Weserflößern, um mit einem Floß von Reinhardshagen - Veckerhagen (nördlich von Hann. Münden gelegen) bis nach Bremen zu gelangen.
Der erste Haltepunkt - nach dem Start in Veckerhagen - lag am 12. Juli 2008 in Gieselwerder.
In den waldreichen Regionen am Reinhardswald und am Solling wurde die Weser seit Menschengedenken auch als Wasserstraße genutzt, um Holz in waldärmere Regionen zu flößen.
Der Fluss bot einst einen preisgünstigen Transport, bis in den 1960-er Jahren Schwertransporter die Holzstämme preisgünstiger und schneller an ihr Ziel beförderten und die Arbeit der Weserflößer ersetzten.
Weblinks
- Oberweser
- Informationen zum Waldenser-Museum in Gottstreu
- Website der Evangelischen Kirchengemeinde Gieselwerder mit Fotos von Kirche und Ort
- priv. Seite über das Schneewittchendorf Gieselwerder
- Weser-Radweg
- CDU im Landkreis Kassel
- SPD Landkreis Kassel
- FDP im Landkreis Kassel
- CDU Oberweser
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