Ottoneum

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Ottoneum

Das Ottoneum steht am Steinweg im Zentrum Kassels, gegenüber dem mit dem Fridericianum baulich verbundenem Zwehrenturm, in der Nähe des Staatstheaters und des Friedrichsplatzes. Es wurde in den Jahren zwischen 1603 und 1606 zur Zeit von Landgraf Moritz errichtet und nach den Plänen des Architekten Wilhelm Vernukken erbaut.

Als ältester und erster feststehender Theaterbau Europas, das auch schon Ausstellungsort der documenta war, beherbergt das Ottoneum heute das Kasseler Naturkundemuseum, das 2010 sein 125-jähriges Bestehen feierte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Zwehrenturm mit Ottoneum

Das Kunsthaus

Das Kunsthaus war um 1696 durch den Umbau des Ottoneums entstanden, eines 1603-06 errichteten Theatergebäudes. Es war zur Aufnahme der landgräflichen Kunst- und Wunderkammer aus dem Obergeschoss des Marstalls bestimmt und diente seit 1709 als Sitz des Collegium Carolinum, einer neugegründeten Lehranstalt mit technischem Schwerpunkt; die ausgestellten naturwissenschaftlichen und technischen Sammlungen konnten unmittelbar als Anschauungsobjekte für den Unterricht und für wissenschaftliche Versuche verwendet werden. Die Kuppel enthielt im unteren Teil einen Anatomiesaal, im oberen eine Sternwarte, die durch ein kleines Treppentürmchen zugänglich war. Der Giebel der neuen Rückfront sollte anscheinend über die Festungswälle hinweg sichtbar sein; möglicherweise stellte sich die erhoffte Fernwirkung aber nicht ein, so dass auf den geplanten Skuplturenschmuck verzichtet wurde.

Unter Landgraf Friedrich II. wurden die Sammlungen erweitert und 1779 im neuen Museum Fridericianum aufgestellt; die Sternwarte verlegte er auf den Zwehrener Turm. Außerdem Collegium Carolinum wurden im Kunsthaus Wohnungen für ausländische Studenten und ein Kadettenhaus zur Offiziersausbildung eingerichtet. Wilhelm IX. schloss nach seinem Regierungsantritt das Collegium Carolinum und versetzte die meisten Professoren nach Marburg; das Kadettenhaus ergänzte er um die Ausbildung der Pagen und um eine Kriegsschule. Seit der westphälischen Zeit gab es wechselnde Nutzungen, und 1884 nahm das Gebäude die naturkundlichen Sammlungen des Museum Fridericianum auf. Die Aufbauten für die Sternwarte wurden im frühen 19. Jahrhundert entfernt, der Unterbau mit dem Anatomiesaal 1943 zerstört.

Papin-Brunnen

siehe auch

Ottoneum

Weblinks und Quellen

Quellen

Weblinks


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