Sontra

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Sontra
Rathaus-Sontra 1004.jpg
Blick zum Rathaus in Sontra
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 265 m
Fläche: 111,29 qkm
Einwohner: etwa 7.918 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 36205
Vorwahl: 05653
Kfz-Kennzeichen: ESW
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 6
Website: www.sontra.de
Bürgermeister: Karl-Heinz Schäfer (SPD)

Sontra ist eine Stadt im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen.

Der Luftkurort hat etwa 8.600 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Sontra liegt zwischen Bad Hersfeld (etwa 30 km südwestlich), Kassel (etwa 45 km nordwestlich) und Eisenach (etwa 35 km östlich) sowie westlich des Ringgaus.

Die Stadt liegt östlich des Stölzinger Gebirges und nördlich des Richelsdorfer Gebirges. Sie wird von der Sontra durchflossen, die bei Wehretal in die Wehre mündet.

Bei dem Stadtteil Wichmannshausen mündet die Ulfe in die Sontra.

Stadtteile

Neben der Kernstadt besteht Sontra aus den Ortsteilen Berneburg, Blankenbach, Breitau, Diemerode, Heyerode, Hornel, Krauthausen, Lindenau, Mitterode, Stadthosbach, Thurnhosbach, Ulfen, Weißenborn, Wichmannshausen und Wölfterode.

Geschichte

Bereits im Jahre 775 wurde der Sontraner Stadtteil Ulfen erstmals erwähnt, im 8. Jahrhundert auch Sontra. Stadtrechte erhielt Sontra im Jahre 1368.

Schon früh wurde hier der Kupferschieferbergbau bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein betrieben. Zuweilen ist von der "Bergstadt" Sontra die Rede. Dieser Begriff erinnert an die Zeit, als der Kupferschieferbergbau eine der Haupteinnahmequellen der Bevölkerung war.

Das Fachwerk-Rathaus der Stadt entstand im Jahre 1668 auf den Grundmauern des im Dreißigjährigen Kriegs zerstörten Vorgängerbaus.

Seit dem 18. Jahrhundert waren in Sontra sogenannte Schutzjuden ansässig. Sie begründeten eine eigene Gemeinde, erwarben ein Grundstück für einen jüdischen Friedhof und betrieben eine eigene Schule.

Mitte der 1930-er Jahre wurden im Richelsdorfer Gebirge die Kupferschiefer-Bergwerke neu aufgefahren und auf dem Brodberg Flotations- und Hüttenanlagen zur Weiterverarbeitung des Kupfererzes gebaut und durch die angesiedelten Berg- und Hüttenleute wuchs die Einwohnerzahl von etwa 2200 auf 5500.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch Flüchtlinge und Vertriebene weiter und erreichte 1945/46 erstmals die Zahl von knapp 7000 Menschen.

Bis zur Gebietsreform in Hessen zu Beginn der 1970-er Jahre gehörte Sontra zum Altkreis Rotenburg, dann zum Werra-Meißner-Kreis.

Besonders zwei Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit haben die Entwicklung des Städtchens spürbar beeinflusst.

Zunächst kam Anfang der 1950-er Jahre der Schieferbergbau zu erliegen, nachdem Wasser 1953 in den Stollen des Reichenberg-Schachts eingedrungen war. Die Kumpel konnten sich zwar retten, doch die beinahe 500-jährige Tradition des Kupferschieferbergbaus war zu Ende, als der Bund als Betreiber der Zeche den längst nicht mehr lukrativen Bergbau komplett aufgab und 1955 die Kurhessische Kupferschiefer-AG liquidiert wurde. Zahlreiche Bergleute wanderten in Richtung Ruhrgebiet ab, etwa 1700 Arbeiter verließen damals mit ihren Familien die Stadt

Einige Jahre später wurde Sontra Bundeswehrstandort. Seit Anfang der 1960-er Jahre waren Bundeswehrsoldaten nahe an der Grenze zur damaligen DDR in der Husarenkaserne in Sontra stationiert, die im Jahre 2004 wieder zugemacht wurde. 780 Panzeraufklärer und ihre Familien erhielten den Abmarschbefehl, die letzten verließen im Jahr 2007 die Kaserne, was die wirtschaftliche Situation der Kleinstadt merklich beeinträchtige.

Kirchen

Evangelische Stadtkirche

Die ev. Stadtkirche in Sontra

Die evangelische Stadtkirche in Sontra entstand in den Jahren 1480 und 1493 und wurde als Kirche „St. Mariae und St. Georg“ geweiht. Sie wurde als gotische Hallenkirche mit einem Haupt- und einem kürzeren Seitenschiff errichtet, wobei der mittelalterliche Wehrturm einbezogen wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte kam es wiederholt zu Brandschäden, so dass besonders in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Erneuerungen - auch am Westportal und der Außenfassade - erforderlich wurden. Schon im Zuge der Reformation wurde aus der spätgotischen Kirche die evangelische Stadtkirche in Sontra.

Besonders erwähnenswert ist die von Johann Adam Gundermann in den Jahren 1710/ 11 geschaffene Orgel mit 24 klingenden Registern, die 1964 von der Firma des Orgelbaumeisters Dieter Noeske aus Rotenburg/ Fulda renoviert wurde.

Katholische Kirche

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Sontra ist Karl_Heinz Schäfer (SPD).

Wahlkreise

Bundestag

Sehenswürdigkeiten

Im Jahre 1107 wurde die Boyneburg erstmals urkundlich erwähnt.
Foto: Forbert

Ruine Boyneburg

Hoch über der Ringgau-Hochfläche im Werra-Meißner-Kreis liegt die Anlage der Boyneburg auf einem steil nach Norden abfallenden Vorsprung einer Bergkuppe. Von der weitläufigen Vorburg war die Hauptburg durch einen tiefen Wallgraben abgetrennt. Zwei Seiten des ehemals fünfeckigen Bergfrieds blieben erhalten, ferner ein Torhaus, das restauriert wurde, und in dem ein Teil der Kapelle erkennbar ist.

Die Burg wurde an der Stelle einer frühmittelalterlichen Wallburg errichtet, vermutlich im 11. Jahrhundert von den Grafen von Northeim.

Die vom Stadtteil Wichmannshausen zu Fuß erreichbare Ruine ist heute noch im Besitz der Familie von Boyneburgk.

Weitere Sehenswürdigkeiten

siehe auch

Bergbaumuseum
Schule

Vereine

Wandern und Radwandern

Radwandern

Der Herkules - Wartburg - Radweg verläuft von Kassel über Kaufungen, Helsa, Hessisch-Lichtenau, Waldkappel, Ringgau, Creuzburg bis nach Eisenach und hat eine Gesamtlänge von ca. 112 km.

Wandertouren

Weblinks

siehe auch:
Kreiskarte



Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis
WappenWerraMeißner.jpg

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