VOLKSWAGEN - Werk Kassel / Baunatal 1957
Aus Regiowiki
Inhaltsverzeichnis |
Ereignisse 1957
Am Vorabend der 38. Internationalen Automobilausstellung erklärte VW-Chef Nordhoff vor der Presse, daß eine Erweiterung der Produktion des Volkswagenwerkes vorgesehen ist. Diese Fabrik werde auf das Henschel-Grundstück in Altenbauna bei Kassel kommen.
(Quelle: Frankfurt a. Main, 18.9.1957, vwd-Wirtschaftsspiegel Nr. 217)
Die Henschel-Werke, die sich in einer Krise befanden, verkauften das gesamte Werksgelände der früheren Henschel-Flugmotoren-Fabrik, zwischen Altenbauna und Rengershausen.
Am 5. Oktober 1957 kam es zur Vertragsunterzeichnung in Frankfurt am Oberlandesgericht durch Vertreter der Henschel & Sohn GmbH als Eigentümer und Vertretern der Volkswagenwerk GmbH als Käufer. VW kaufte damals ein Grundstück von 1,08 Millionen Quadratmetern.
Leiter im neuen VW-Werk
1957 wurde der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker sowie Ingenieur Rudolf Leiding Leiter des neuen VW-Werkes, das sich nur 12 km vom Stadtzentrum Kassel entfernt in Altenbauna befindet; einem Ort, der 1957 ca. 850 Einwohner hatte.
Am 1. November 1957 haben 25 Personen auf dem Werksgelände mit Instandsetzung und Herrichtung der Henschel-Werke Gebäude auf den neuen Produktionszweck begonnen.
Block 10
Das Haus, Baujahr 1938, stammt noch aus der Zeit der Henschel-Flugmotorenwerke. Diese bildeten Ende der 50er-Jahre die Keimzelle der Autofabrik. Doch während alle anderen Henschel-Relikte nach und nach neuen VW-Hallen weichen mussten, hielt das Klinkerhaus die Stellung.
Block 10, so hieß es vor Volkswagen. Daraus wurde 1957, als die Invasion der Käfer begann, der Bau A. Personalwesen und Betriebskrankenkasse zogen hier ein.
- (Auszug HNA Bericht 24.07.2007 v. Frau Ingrid Jünemann)
Chronik in der HNA Jubiläums-Ausgabe
Cronik von Susanne Seidenfaden (phe) "50 Jahre VW in Kassel" Das Werk. Die Region. Unsere Zukunft" Juni 2008
- 5. Oktober 1957
- Der Kaufvertrag für das 1 079 587 Quadratmeter große Gelände bei Alten-bauna, auf dem bis dato die Henschel Flugzeugmotorenwerke lagen, wird von Vertretern der Volkswagenwerk GmbH und Henschel & Sohn in Frankfurt unterzeichnet. 6,5 Millionen Deutsche Mark werden dafür bezahlt, der Frankfurter Notar kassierte fast 20000 DM Gebühren. Die Volkswagenwerk GmbH verschafft sich mit dem Erwerb ein Gelände in Nähe zu den bereits bestehenden Werken in Wolfsburg und Hannover. Der Kauf wird zum 1. November gültig.
- 1. November 1957
- Das Gelände wird übergeben. Es folgen Instandsetzungen an den noch nutzbaren Hallen. 25 Mitarbeiter zählt die Belegschaft am Ende des Jahreses sind Werkschutzleute, aus Wolfsbug abgeordnete Angestellte sowie drei von den Henschel-Flug-zeugmotoren übernommene Fachkräfte der Fabrik-Instandhaltung.
- November 1957
- Die Volkswagenwerk GmbH schließt mit der IG Metall ein Abkommen, das für die in Kassel beschäftigten Werker gegenüber den Mitarbeitern in anderen VW-Werken längere Arbeitszeit und geringeres Einkommen bedeutet. Im November ernennt Generaldirektor Heinrich Nordhoff den Chef der Aggregate-Aufbereitung in Wolfsburg, Rudolf Leiding, zum Leiter des Werkes Kassel.(phe)
Wache West
Etwas Nostalgie, da steht der Werkschutzmann freundlich lächelnd am alten Tor - West , die Aufgabe, visuelle Eingangskontrolle.
Die Wache West war ein Nebengebäude zum Block 10 sowie Haupteingang für die Beschäftigten.
Das Nebengebäude Tor Wache West war ab 1957 Standort für die Werksfeuerwehr und den Werkschutz.
Am 2. April 1997 musste aber auch die alte Wache-West mit dem Nebengebäude dem Neubau des Kundencenters weichen.
Geschichte VOLKSWAGEN - Werk Kassel / Baunatal
|
1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |