Helmarshausen

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Die Ruine der Krukenburg oberhalb von Helmarshausen
Helmarshausen – Blick von der Krukenburg auf den alten Ortskern

Das ehemals eigenständige Städtchen Helmarshausen ist mit etwa 1.800 Einwohnern heute ein Ortsteil der Stadt Bad Karlshafen.

Zahlreiche alte Fachwerkhäuser - zum Teil aus dem 17. und 18. Jahrhundert - prägen den Ort an der Diemel, der zu den ältesten Siedlungen in Nordhessen zählt und erstmals im Jahre 944 urkundlich erwähnt wurde.

Oberhalb des Orts liegt auf dem Krukenberg die Ruine der Krukenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Helmarshausen liegt im Norden des Landkreises Kassel nahe dem Länderdreieck Hessen - Nordrhein-Westfalen - Niedersachsen.

Etwa 40 Kilometer südlich befindet sich Kassel.

Der Hainbach mündet in Helmarshausen in die Diemel. Die von Süden kommende Diemel mündet im 3 km entfernten Bad Karlshafen in die Weser.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Urkundlich wird Helmarshausen bereits im Jahre 944 erwähnt. Nachdem im Jahre 997 Graf Eckhard von Reinhausen dem Benediktinerorden einen befestigten Hof an der Diemel zur Errichtung eines Klosters übertragen hatte, wurde im Jahre 1011 die Abteikirche des Klosters von Bischof Meinwerk von Paderborn eingeweiht. Der dem Kloster verliehene Status einer freien Reichsabtei wurde allerdings von Bischof Meinwerk erfolgreich angefochten und die Abtei Helmarshausen dem Paderborner Bischof unterstellt.

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Maria und Petrus in Helmarshausen (damals Helmwardeshusen) bestand bis zum 16. Jahrhundert und wurde erst im Zuge der Reformation im Jahre 1538 aufgelöst. Aus dem Kloster stammen bedeutende Kunstwerke, etwa das Evangeliar Heinrichs des Löwen aus dem Jahr 1173, von dem ein Faksimile in Helmarshausen zu besichtigen ist. Heute erinnern nur noch Überreste des ehemaligen Klosters an die ehemalige klösterliche Goldschmiedewerkstatt, die Malschule oder das Skriptorium, wo im Mittelalter bedeutende Buchmalereien und Handschriften entstanden.

Die evangelische Kirche in Helmarshausen

Besonders Abt Thietmar I. (1080 - 1112) führte das Kloster zur Blüte. Durch Bischof Poppo von Paderborn wurde er zum Dekan der Kirchen in Helmarshausen, Herstelle, Wahmbeck, Beverungen, Deisel, Sielen und Eberschütz ernannt. Unter seiner Führung erfuhr das Kloster in Helmarshausen eine deutliche Belebung einschließlich der Befestigung des Klosterbezirks und von Helmarshausen.

Nicht zuletzt aufgrund seiner strategische Lage an einer alten Diemelfurt war Helmarshausen im Laufe der folgenden Jahrhunderte ein Ort häufiger Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Erzbistümern.

Im Jahre 1215 wurde die Krukenburg - oberhalb von Helmarshausen auf den Krukenberg gelegen - als Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Wohngebäuden errichtet, die dem Schutz der zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichteten Bergkirche und dem Schutz des damaligen Klosters Helmarshausen diente.

Die ehemalige Krukenburgkirche entstand nach dem Vorbild der Grabeskirche von Jerusalem. Die heutige Ruine des 1126 fertig gestellter Kirchenbaus steht inmitten der Anlage. Ab 1220/ 25 entstand um die Kirche herum die heute noch erkennbare Burganlage.

Die Krukenburg diente aber auch dem Schutz des Klosters in Helmarshausen am Fuße des Krukenbergs.

Nach der Auflösung des Klosters Helmarshausen im Zuge der Reformation in Hessen verlor die Krukenburg ihre Bedeutung und verfiel.

Von dem bis heute erhaltenen Bergfried der Burg, der im Jahre 1968 zum Aussichtsturm ausgebaut wurde, überblickt man das Diemeltal und den Reinhardswald bis hin zum Solling.

Altarraum der evangelischen Kirche

Stadtrechte erhielt Helmarshausen ab 1254. In einer Urkunde des Erzbischofs Konrad von Köln vom 20.9.1254 wird das Stadtrecht von Helmarshausen bestätigt.

Die Stadt verfügte zu dieser Zeit bereits über eine Stadtmauer, was zahlreiche Bewohner umliegender Siedlungen veranlasste, nach Helmarshausen zu ziehen, um vor feindlichen Angriffen sicherer zu sein.

Auf einer Hochfläche westlich von Helmarshausen lag im 13. Jahrhundert die Stadt Alt Cöln, offenbar benannt nach dem Gründer, Erzbischof Engelbert von Köln. Das strategisch interessante Gelände (nach Süden, Osten und Norden durch steile Hänge begrenzt) war nach Westen war durch einen Wall und vorgelagerten Graben geschützt.

Im 14. bis Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Siedlung wieder verlassen. Die heute hier genutzte Ackerfläche trägt den Flurnamen „Auf der Neustadt“.

Eine Kirche in unmittelbarer Nähe der ehem. Klosterkirche wurde vermutlich schon im 10. Jahrhundert errichtet. Der Turm der Stadtkirche in Helmarshausen war im 12. Jahrhundert ein Wehrturm. Er wurde später mit einem Kirchenschiff versehen und zur Stadtkirche umgebaut, wobei der obere Teil des Wehrturms als Glockenturm umgestaltet wurde.

Basis und Kapitell des Taufsteins der heute evangelischen Kirche stammen aus der früheren Klosterkirche, deren Grundrisse heute wieder sichtbar und begehbar gemacht worden sind. Die Kirchenorgel der Orgelbaufirma Euler kam im Jahr 1732 hinzu.

Das historische Rathaus - heute: Museum Helmarshausen

Im Jahre 1480 wurde ein Rathaus mit Glockenturm in dem Städtchen errichtet, das 1889 wegen Baufälligkeit abgerissen und 1910 durch ein neues Rathaus ersetzt wurde.

Westlich des ehemaligen Klostergeländes stand im 16. Jahrhundert ein Schloss, das einst der Familie von Spiegel gehörte. 1874 wurde ein neues Schloss im Auftrag von Gustav Adolf von Bentinck im Bereich des ehemaligen Schlossteiches errichtet, das nach dem Zweiten Weltkrieg den Kern des Krankenhauses Helmarshausen bildete (s. u.).

Unter den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 48) hat auch Helmarshausen stark gelitten. Truppen des Generals Tilly überfielen die Stadt zu Beginn des Krieges und etwa drei Jahre dauerte die Einquartierung von rund 200 Soldaten, die von den Bürgern verpflegt werden mussten.

Einige bis heute erhaltene Fachwerkhäuser wurden bereits in den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet. Aus dem 17. Jahrhundert stammen diemelsächsische Fachwerkhäuser an der Post- und der Steinstraße.

In dem landwirtschaftlich geprägten Ort entstanden auch einige Handwerksbetriebe, so waren etwa zahlreiche Leineweber in Helmarshausen tätig.

Im Frühjahr 1848 wurde Helmarshausen an die kurhessische Eisenbahnlinie angeschlossen. Carlsbahn wurde die am 30. März 1848 eröffnete und am 27. September 1966 stillgelegte Eisenbahnstrecke zwischen dem heutigen Hofgeismarer Stadtteil Hümme und Karlshafen genannt.

Nachdem sich der von Landgraf Karl von Hessen-Kassel geplante Bau einer Wasserstraße von Kassel nach Karlshafen (Landgraf-Carl-Kanal) nicht realisieren ließ, wurde damit gut ein Jahrhundert später eine Güterverbindung von Kassel nach Karlshafen auf dem Lande geschaffen.

Aus Richtung Kassel führte seinerzeit die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn bis zum Hofgeismarer Stadtteil Hümme. Von dort wurde eine Strecke in Richtung Warburg zur Königlich-Westfälischen Eisenbahn weitergeleitet.

Eine weitere Strecke, die Carlsbahn, verlief von Hümme bis nach Karlshafen, wobei der Streckenverlauf dieser Bahnstrecke fast genau dem Verlauf des ehemaligen Landgraf-Carl-Kanals folgte.


Das Meyersche Konversationslexikon (Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892) beschreibt die Stadt Helmarshausen als “Stadt im preuß. Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar, an der Diemel und der Linie Hümme-Karlshafen der Preußischen Staatsbahn, hat Sandsteinbrüche, Steinmetzerei und -Schleiferei, Holzabsatzfabrikation, 2 Kunst- und Handelsmühlen und (1885) 1301 meist evang. Einwohner.“


Mitte des 19. Jahrhunderts entstand in Helmarshausen eine Synagoge der kleinen jüdischen Gemeinde in einem Fachwerkhaus, das 1937 verkauft und von den neuen Besitzern in ein Wohnhaus umgebaut wurde. Ehemals in Helmarshausen lebende jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sind in der Zeit des Nationalsozialismus umgekommen, darunter Mitglieder der Familien Hohenberg, Wertheim oder Wilzig. Überliefert ist etwa, dass Julia Hohenberg (Poststraße 47) in Helmarshausen ein Kolonialwarengeschäft besaß, Robert Wertheim eine Schlachterei und Emil Wertheim (Poststraße 54) einen Gemischtwarenladen.

Der Zweite Weltkrieg endete in Helmarshausen, als der Ort am 7. April 1945 von der US Army eingenommen wurde.

Das ehemalige Schloss des Reichsgrafen von Bentinck wurde im Jahre 1946 zum Landeskrankenhaus, später zum AWO-Bezirkskrankenhaus und danach zur Kreisklinik.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg auch in Helmarshausen die Zahl der katholischen Bevölkerung. Ab Sommer 1946 fanden Heimatvertriebene aus dem Sudetenland und aus Schlesien in Helmarshausen eine neue Heimat, woran etwa die Straßenbezeichnung "Egerlandsiedlung" erinnert. Im ehemaligen Kreis Hofgeismar waren es tausende Heimatvertriebene mit zumeist katholischer Konfession.

Schon in den 1950-er Jahren entstanden im protestantisch geprägten Kreisgebiet zahlreiche katholische Gotteshäuser, etwa in Immenhausen (1952), Grebenstein (1955) oder Karlshafen (1956). Später kamen weitere Kirchen hinzu, beispielsweise in Trendelburg (1961) und im Jahre 1970 auch in Helmarshausen.

Im Jahr 1965 wurde die Altstadt Opfer eines katastrophalen Hochwassers und es entstanden in der Folgezeit mehrere Schutzdämme an der Diemel.

Im Zuge der hessischen Gemeindereform wurde Helmarshausen im Jahre 1972 ein Stadtteil von Karlshafen (seit 1977: Bad Karlshafen). Seit dem 1. August 1972 gehört Helmarshausen (seit 1927 ein Ort im ehemaligen Kreis Hofgeismar) zum Landkreis Kassel.

Die heutige Jugendherberge in Helmarshausen befindet sich in einem Gebäude, das in den 1920-er Jahre von der Ruhrknappschaft Bochum am Rande des Reinhardswalds als Erholungsheim für Bergleute errichtet wurde.

Ausführliche Informationen zur Ortsgeschichte finden sich auf den Seiten des Heimatvereins.

Das ehemalige Kloster Helmarshausen

Das Evangeliar Heinrichs des Löwen (Faksimile)

Das ehemalige Kloster Helmwardeshusen wurde im Jahr 997 gegründet und erhielt zunächst den Status einer freien Reichsabtei.

Aus dem ehemaligem Benediktinerkloster stammen bedeutende Kunstwerke, etwa das Evangeliar Heinrichs des Löwen (um 1188).

Bereits im Jahre 987 hatte Graf Eckhard von Reinhausen den Benediktinern einen befestigten Hof an der Diemel zur Errichtung eines Klosters übertragen und 1011 konnte die Abteikirche des Klosters von Bischof Meinwerk von Paderborn eingeweiht werden. Erste Ausgrabungen in den Jahren 1965 und 1966 brachten Erkenntnisse von der genauen Lage.

Im 12. Jahrhundert, zur Blütezeit des Klosters Helmarshausen, erfuhr die Klosterkirche mehrere Umbauten und der Grundriss wurde auf über 65 m verlängert. An die Kirche schlossen sich die Klostergebäude an.

Besonders Abt Thietmar II. (Ende des 11./ Anfang des 12. Jahrhunderts) führte das Kloster zur Blüte. In diese Zeit fällt auch die Goldschmiedetätigkeit des Mönchs Rogerus, der heute als bedeutenster mittelalterlicher Künstler anerkannt ist. Berühmt war das ehemalige Kloster in Helmarshausen aber auch wegen seiner Buchmalereien (u. a. dem Evangeliar Heinrichs des Löwen).

Nachdem das Kloster Helmarshausen im Zuge der Reformation 1538 aufgelöst worden war, verfiel auch die Klosterkirche zunehmend, aus deren Steinen die noch auf dem Gelände erhaltene Scheune erbaut wurde. Die Klosteranlage diente in den Folgejahren offenbar als bequemer "Steinbruch". Auch die Krukenburg verlor ihre Bedeutung und verfiel.

Eco Pfad Archäologie Helmarshausen

Am Klosterhof

Der Eco Pfad Archäologie Helmarshausen führt interessierte Besucherinnen und Besucher von Helmarshausen unter anderem zum Gelände des ehemaligen Klosters Helmarshausen und zur Krukenburg.

Erinnert wird aber auch an die ehemalige Neustadt von Helmarshausen, die im 13. Jahrhundert auf einer Hochfläche westlich von Helmarshausen als „Alt Cöln“ durch Erzbischof Engelbert von Köln entstand. Das Gelände ist hier nach Süden, Osten und Norden durch steile Hänge begrenzt und war einst nach Westen hin durch einen Wall mit vorgelagertem Graben gesichert. Bis zum Ende des 14./ Anfang des 15. Jahrhunderts bestand diese Siedlung, die auf einem alten Stich von Dilich dargestellt wird und auf deren Gelände heute wieder überwiegend Ackerbau betrieben wird.

Zu den weiteren Stationen gehören u.a. die Krukenburg mit der ehemaligen Krukenburgkirche und der Steinbruch am Carlsplatz.

Der Eco - Pfad beginnt am Parkplatz an der Klostermauer (am Ortseingang von Helmarshausen) und endet auch hier wieder. Er ist etwa sechs Kilometer lang und in mehrere Stationen unterteilt. Für die gesamte Strecke werden etwa zwei Stunden benötigt.

Heimatmuseum in Helmarshausen

Nicht nur die Grundmauern der ehemaligen Klosterkirche in Helmarshausen sind inzwischen wieder rekonstruiert. Mit der Ausstellung "Buchmalerei im Mittelalter" und einer Faksimilie-Ausgabe des Evangeliars Heinrichs des Löwen im alten Rathaus erinnert das Museum in Helmarshausen an die bedeutetende Epoche des Klosters in Helmarshausen. In der von dem Mönch Rogerus gegründeten Kunstwerkstatt der Benediktinerabtei wurden Buchmalereien und Goldschmiedearbeiten hergestellt.

Um 1188 schuf der Mönch Herimann das prachtvolle Evangeliar Heinrichs des Löwen, das die Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes enthält und ursprünglich für die Braunschweiger Stiftskirche St. Blasius bestimmt war.

Jubiläumsjahr 2007

Nach einer Pressemitteilung in der HNA – Ausgabe Hofgeismar vom 24.9.2007 wanderten sechs Helmarshäuser im Jubliäumsjahr 2007 in Mönchsgewändern von Köln in die Klosterburgstadt und erinnerten damit an das Helmarshäuser Doppeljubliäum: Im Jahr 1107 erhielt nicht nur das ehemalige Benediktiner-Kloster die Gebeine des Heiligen Modoald von Trier. Im selben Jahr kam auch der Mönch Rogerus von Köln nach Helmarshausen und wurde hier als Künstler und auch als Autor einer lateinischen Schrift über die Kunsthandwerkstechniken des Mittelalters bekannt.

Die Krukenburg

Krukenburg

Die Krukenburg wurde seit Anfang des 13. Jahrhunderts als Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Wohngebäuden auf dem Krukenberg errichtet. Sie diente dem Schutz der schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichteten Bergkirche, der Krukenburgkirche (auch: Johannis-Kapelle) sowie des damaligen Klosters Helmarshausen.

Bei der heute noch vorhandenen Ruine der Krukenburgkirche handelte es sich ursprünglich um einen Nachbau der Grabeskirche von Jerusalem im Auftrag des Bischofs von Paderborn. Dazu gehörte auch eine Nachbildung der Krypta mit dem Heiligen Grab.

Von dem bis heute erhaltenen Bergfried der Krukenburg, der im Jahre 1968 zum Aussichtsturm ausgebaut wurde, überblickt man das Diemeltal und den Reinhardswald bis hin zum Solling.

Schäferscheune und Café zur Krukenburg

Die restaurierte Schäferscheune

Ursprünglich wurde das Vorwerk zur Krukenburg zu deren Verteidigung im 13. Jahrhundert errichtet. Das denkmalgeschützten Bauwerk am Fuße der Krukenburg wurde im Jahre 2001 saniert und das heutige Café "Schäferscheune" eingerichet.

Ein weiteres Café liegt nur einige Meter entfernt. Unterhalb der Burg gibt seit 1926 am Berghang das "Café zur Krukenburg" mit Terrassen und einem Panoramablick auf Helmarshausen und Umgebung. In Verbindung mit dem Cafe existiert dort seit 1985 ein kleines privates Krukenburg-Museum. Schwerpunkte der Ausstellung sind Burg- und Klostergeschichte sowie Bedeutung und Schaffen der Helmarshausener Künstlermönche im 12. Jahrhunderts, etwa Faksimileseiten der Buchmalerei oder der Goldschmiedekunst des ehemaligen Klosters Helmarshausen.

Kirchen

Literatur

Märchen und Mythen

Märchen und Mythen aus vergangener Zeit ranken sich um manche historische Stätte in der Umgebung des Reinhardswalds. So ist etwa die Namensgeberin der Burg Trendelburg - nur wenige Kilometer südlich von Helmarshausen gelegen - in der Märchenwelt die Riesin „Trendula“. Der Sage nach wurde sie von einem Blitz auf freiem Feld erschlagen, nachdem sie ihren Schwestern Saba und Brama stark zugesetzt hatte. Alle drei sollen von der Burg des Riesen Kruko, der Krukenburg stammen.

Museen

Radwandern und Wandern

EcoPfad Helmarshausen

Radwandern

Wandern

Sehenswürdigkeiten

Krukenburg und Kloster Helmarshausen

Ein attraktives Ausflugsziel in Helmarshausen ist neben der Burgruine der Krukenburg das Heimatmuseum, in dem an die bedeutetende Epoche des Klosters in Helmarshausen erinnert wird.

Etwa zwei Stunden benötigt man für den Eco-Pfad Archäologie Helmarshausen (s. o.), der am Parkplatz an der Klostermauer beginnt und hier auch wieder endet.

Der Rundgang verläuft u. a. über die Ruine der Krukenburg, das Winterlager Karls des Großen von 797 bis 798 sowie die Stadtwüstung „Neustadt Helmarshausen“, die aufgrund des Gründers, Erzbischof Engelbert von Köln, auch als „Alt-Köln“ bekannt ist.

Landgraf Karl - Kanal

Landgraf-Carl-Kanal bei Helmarshausen

An der Diemel finden sich noch Überreste des von Landgraf Karl geplanten Kanals. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verfolgte dieser den Plan, die Weser bei Sieburg (dem späteren Carlshaven) mit der Fulda durch einen Kanal zu verbinden, um Waren direkt in die Residenzstadt Kassel bringen zu können.

Nachdem zunächst damit begonnen wurde, einen Teil der Diemel schiffbar zu machen, führte der Kanal im Laufe der Jahre bis zum heutigen Hofgeismarer Stadtteil Hümme.

Die Pläne des Landgrafen erwiesen sich aber als wenig erfolgreich, so dass nach seinem Tod im Jahre 1730 der weitere Kanalausbau aufgegeben wurde. Ein von zwei Pferden gezogenes kleines Marktschiff, so heißt es, brauchte von Karlshafen bis Trendelburg im Jahre 1727 einen ganzen Tag, weil es immer wieder flottgemacht werden musste.

Erst mehr als 100 Jahre später (im Jahre 1848) wurde mit der Eröffnung einer Eisenbahnlinie, der Carlsbahn, eine durchgehende Verbindung von Kassel nach Karlshafen geschaffen, die auch an Helmarshausen vorbei führte.

Rundgang durch Helmarshausen

Ein Rundgang durch das Städtchen beginnt idealerweise am ehemaligen Klosterareal - Poststr. 4 und 6 (mit Parkmöglichkeit) und endet hier auch wieder. An den ehemaligen Klosterhof grenzt die kleine Stadtkirche aus dem 12. Jahrhundert (mit Wehrturm) an. Gegenüber dem Eingang zum Kirchhof - auf der gegenüberliegenden Straßenseite - finden sich Reste des alten Stadttors.

Weitere Stationen des Rundgangs sind: Edelhof 2 - der ehemalige Wohnsitz des Grafen Eckhard von Reinhausen und seiner Frau Mathilde (Stifter des Klosters Helmarshausen); Steinstr. 1 - die Alte Schule von 1756, später Pfarrhaus; Steinstr. 4 - ehem. Stadtturm mit Gefängnis an der ehem. Diemelfurt; Steinstraße - diemelsächsische Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert (am Haus Steinstr. 70: Hochwassermarke aus 1965); Bleicheweg - Reste der alten Stadmauer; Poststr. 40 - ehem. Rathaus, ab 1972 Museum und Standesamt; Poststr. 43 - Standort der ehem. Brauerei; Poststr. 24 - alte Schmiede.

Quelle: Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

siehe auch

Der Streckenverlauf der ehemaligen Carlsbahn

Übernachtungsmöglichkeiten

Hotels/ Gasthäuser

Jugendherberge Helmarshausen

Die Jugendherberge Helmarshausen liegt etwa 1000 Meter vom Ortskern entfernt.

Vereine

Verkehrsanbindung

Helmarshausen liegt an der Bundesstraße B 83.

Auch mit NVV-Bussen ist der Ort an das überörtliche Straßennetz angeschlossen (vgl. auch: Informationen auf www.nvv.de).

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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